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Der  Wichtel

Er ist so frech, der kleine Wichtel

Deshalb bekommt er ein Gedichtel

Dass ich ihm schreibe dies Gedicht

Das stört den kleinen Wichtel nicht.

Denn eines ist beim Wicht ganz richtig,

Als so ein Wichtel ist er sehr wichtig,

Er wohnt bei Dir in Deinem Haus

Jagt all das Böse sofort hinaus.

Richt ein ihm Höhlen schön zum wohnen,

Dann wird er bald Dich reich belohnen.

 

Er tollt und spielt den ganzen Tag

Weil er das Leben so gerne mag

Er freut sich und schlägt Purzelbäume

Des Nachts bewacht er Deine Träume.

Und bäckst Du einen frischen Kuchen,

Dann bitte lass ihn gleich versuchen

Ein Stück davon lege in den Garten

Da brauchst Du dann nicht lange warten

Er holt ihn sich und mampft ganz laut

Dass selbst Frau Amsel neidisch schaut

 

Hat er einen Farn sich zu verstecken

Und findet Schutz er unter Hecken

‘ne Höhle für den Schlafkomfort,

Dann geht er niemals wieder fort.

Wirkt Wunder Dir in Garten, Heim

Erstickt das Böse gleich im Keim

Mutig vertreibt er die polternden Geister

Und ist in guter Laune der große Meister.

 

Die nackten Schnecken, fett und dick

Die neckt er mit soviel Geschick

bis schnell sie schleimen in Nachbars Hecken

und dort sich sofort vor ihm verstecken

Nie wieder lässt Wichtel sie zu Dir herüber

Darum kriechen sie beim Nachbarn lieber,

hinein in die Beete zum Blumen abnagen

was Nachbars Blumen schlecht vertragen

Doch in Deinem Garten blüht es prächtig,

denn Wichtelmann verteidigt ihn mächtig.

 

Aus Raupen kocht er sich `ne Suppe

Mampft Blattlaus und schon mal ne Puppe

Dem Maulwurf macht er hellen Tag

Weil Maulwurf Licht gleich gar nicht mag

Gefräßige Käfer kitzelt er am Bauch

Bis diese dann hurtig verschwinden auch

Am Abend hört man ihn singen und lachen

Und mit den Nachtfaltern Späße machen.

So ist der Garten stets voller Pracht

Der Wichtel hat ihm den Schutz gebracht.

 

Im Frühling schon bei der ersten Blüte,

holt Wichtel sich die erstaunlichsten Hüte.

Mal setzt er Schneeglöckchen auf seinen Kopf

Mal Osterglocken auf den knallroten Schopf.

Er schüttelt die Glöckchen fest am Stängel

Und läutet ganz laut, der freche Bengel,

denn er will den Frost nun schnell verjagen,

dem Frühling endlich willkommen sagen.

 

Im Sommer da werden die Blumen bewacht

Und alles schön bunt zum blühen gebracht

Zum baden hüpft er gleich in jede Pfütze

Ganz keck mit seiner knallbunten Mütze

Wird’s Herbst da hat er ganz viel zu werkeln

Nebenbei liebt er es in den Pfützen zu ferkeln

Er sammelt die Blätter die fallen vom Baum

Und türmt sie behände wie zartesten Flaum

Ganz sanft über die Blumen, den  Farn und das Beet

Damit auch bei Frost die Wärme nicht geht

Alles ruht ganz behaglich unter den Laubzudecken

Sie wissen, im Frühling, der Wichtel wird wecken.

 

Im Winter wenn draußen der Schnee herab fällt

Ist der Wichtel ganz glücklich in seiner Welt

Er kullert im Schnee und juchzt vor Vergnügen

Oder bleibt gern bis Mittag im Bette liegen

Er bastelt und kocht sich getrocknete Läuse

Und klaut sich die Vorräte unserer Mäuse.

Ins Vogelhaus rauf klettert er zack zack zack

Und füllt sich mit  Körnern randvoll seinen Sack

Vom Meisenknödel nimmt er sich drei Scheiben

Und tut sich damit seine Bäckchen einreiben.

Fettig, mit Nüssen beschmiert dann die Wangen,

kann sich der Wichtel vor lachen nicht fangen.

 

Beim Wichtel musst Du nur eins noch beherzen

Er liebt es nun mal, auch mit Dir gern zu scherzen.

Kaum hast Du voll Mühe den Eingang gefegt

Der Wichtel den Dreck hinter Dich wieder legt

Das Werkzeug im Garten, es ist zum verrecken

Der Wichtel tut’s immer wieder verstecken

Gerade eben, die Schere Du aufgeräumt  hast

Schwups hängt sie der Wichtel am Baum auf den Ast

Die Schaufel, die kleine wo die wohl wieder ist

Da siehst Du, wie Wichtel sie schleppt auf den Mist

Ob Rechen, ob Besen mit dem man stets fegt

Der Wichtel die Geräte gern ins Gras hinein legt

Da trittst Du dann drauf, haust Dir den Kopf

Und Wichtel lacht krumm sich, der freche Tropf

 

Und doch, hast Du einen, gib ihn nicht mehr her

Mach es ihm schön, dann kommen noch mehr

Dann hast Du im Garten viel Glück und viel lachen

Passieren fortan nur noch ganz gute Sachen

Er wacht und passt auf, dass ja nichts geschieht

Und dass es schön grünt und noch schöner blüht

Du kannst ihn nicht kaufen, den gibt’s für kein Geld

Und doch ist er eins der schönsten Geschenke der Welt

Geborgenheit, Liebe und Freude am Leben

Das ist’s was der Wichtel uns allen wird geben.

Mit kindlichen Augen da kannst Du ihn sehen

Bei Achtung und Liebe wird er nie mehr gehen

 

12.01.2006© Steffi Melakka alle Rechte vorbehalten. Alle Artikel, Gedichte und Bilder unterliegen dem Urheberrecht Veröffentlichung, Druck, Zitate nur nach vorheriger Genehmigung, ausschließlich über Steffi Melakka. Hinweise dazu finden sie im Impressum

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 25.02.2006