Empfang Begegnungen Kriminelles Gartenleben SteffiPrivat Inhalt/Impressum

Frühlingsgedicht 

Frühling lässt sein graues G’wand
wieder wehen durch die Lüfte
Scharfe unheilvolle Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land

Unser Nachbar dieser fiese Bauer
ein Gift heut fest verspritzt
Dass kein Wurm im Apfel sitzt
Ist schon ein besonders Schlauer

Besprüht sein Rasen auch mit Gift
Dass des Unkraut nicht mehr sprießt
Weil er sonst umsonst was gießt
Ob ihn nicht der Blitz mal trifft

Jedes Blümlein was prächtig blüht
Jedes Insekt dass da kriecht
Bald im Todeskampfe siecht
Alles hat er mit Gift besprüht

Und der Himmel ist so grau
Unten tun die Würm sich biegen
Und dem Gifte bald erliegen
Denn der Nachbar isch a’Sau

 

Herbstgedicht

Im Herbst fallen die Blätter
dabei fände ich es netter
sie würden noch bleiben
will sie nicht vertreiben

Ich sehe Kräuter die verderben
der Farn wird auch bald sterben
Die Rosen -  schau, sie welken
ganz braun faulen die Nelken

Nebel kriecht aus dem Weiher
trübt die Welt mit einem Schleier
Ach bleib doch noch Natur
doch die stellt sich nur stur

Als gäbe es  keine Wahl
die Welt - sie wird kahl
es verkriecht sich der Wurm
draußen tobt schwerer Sturm

Nein, hab es niemals so bestellt
doch eisig kalt wird nun die Welt
mit der Natur nun friert mein Herz
ganz ein, bis nächstes Jahr im März

 

 

 

 

Wintergedicht

Heute fällt wieder Schnee
Die Kälte tut mir weh
Die Knochen, sie schmerzen
ich wünsch mir von Herzen
Viel Wärme und Sonne
Das wäre eine Wonne
Müsste nicht mehr so frieren
Und könnt mich verlieren
In wärmenden Strahlen
Doch der Winter tut prahlen 

Ha, heut mach ich Frost
Es gibt nichts zum Trost
Mit Eis werd ich klirren
Um euch zu verwirren
Schick ich dicke Flocken
Da könnt ihr dann hocken
Ganz nahe beim Ofen
Ihr Menschen – ihr Doofen 

Verschwind, geh nach Norden
Sonst lass ich Dich morden
Von Sonne die scheint
Dass keiner mehr weint
Weil er fällt in Starre
Und deshalb verharre
Nicht mehr in hier im Garten
Ich mag nimmer warten 

Die Sonne wird dich schmelzen
Da kannst Du Dich wälzen
Und noch so laut flehen
‚s wird Zeit, Du musst gehen
Der Frühling mit Charme
Macht uns wieder warm
Die Erde blüht auf
Es nimmt seinen Lauf
Du bist dann vergangen
Wir sind ohne Bangen
Freuen uns auf das Grün
Auf Blumen die blühn. 

Auf Winter, Schmelz!
Ich will keinen Pelz
Keinen Schal, keine Mütze
Ich frier hier und sitze
Am Fenster voll Frust
Denn hab keine Lust
Dicke Wäsche zu tragen
Mich in Tuch einzuschlagen
Keine Socken aus Wolle
Deshalb Winter vertrolle
Dich hurtig und schnell
Dann wird’s wieder hell 

Bald wird’s wieder schwül
Ich sehn mich nach kühl
Dann brat ich und sitze
Im Garten und schwitze
Bis ich die Hitz’ nimmer mag
Und gier auf den Tag
Wo Du Winter zurück
Dann sing ich vor Glück
Endlich nicht mehr so heiß
Etwas seltsam ich weiß
Doch zu vieles von Allem
Tut mir gar nicht gefallen

 

 

12.01.2006© Steffi Melakka alle Rechte vorbehalten. Alle Artikel, Gedichte und Bilder unterliegen dem Urheberrecht Veröffentlichung, Druck, Zitate nur nach vorheriger Genehmigung, ausschließlich über Steffi Melakka. Hinweise dazu finden sie im Impressum

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 25.02.2006