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Ehrenamt  2. Mai 2002

Bevor `ne Frau total verschlampt,
da soll sie in ein Ehrenamt
Da hat sie Arbeit, ist aufgeräumt
von neuer Stelle hat's ausgeträumt

Denn Frauen sind gemacht fürs dienen
Und nicht zum schnöden Geldverdienen
Sie sind zufrieden, wenn erfüllt
Der Satz Jahrhunderte schon gilt.

Ne Arbeit wo Frau gut verdienen kann,
hat nur die Quotenfrau oder der Mann
Du sollst Dich mühen und Dich plagen
Und von Bezahlung ja nichts sagen

Zu was brauchst Du soziale Sicherheit
Heirate sie an bei der Hochzeit
Dann krieg die Kinder, zieh sie groß
Doch leg die Hände nicht in Schoß

Setz ein Dich für ein Ehrenamt
So sagt es das Ministerinnen Amt
Damit nicht lungerst auf der Straß’
tu für die Allgemeinheit was

Du tust dann schaffen ruck und zuck
erntest 'nen feuchten Händedruck
Hab Dank, wird Dir dann offenbart
Durch Dich haben wir viel eingespart 

Du hörst von Sorgen, Angst und Pein,
den ganzen Tag jahraus Jahr ein,
Wenn Du  wen brauchst bist Du allein
Sie sind so stark und machen dass
Frau wie ich solche Phrasen hass 

Und wenn ich mal zusammenbreche,
wer zahlt dann bitteschön die Zeche
Wer hilft mir, ist dann da für mich
Wenn ich vor Last zusammen brich

Ein guter Mensch - ich sag’s Euch glatt
Wird auch nicht nur vom „Gutsein“ satt

                                                               

Schwierige Gruppenleiter Seminar Gedicht

D' Frau Keitel von der "Kostnix" Stelle
die hat gemanagt auf die Schnelle
ja, liebe Leut des isch ganz wahr
für Gruppenleiter - eine Seminar
Gibt's Krach und Ärger in deiner Gruppe,
so ist Frau Keitel das nicht Schnuppe
deshalb, ich les und glaub es kaum
es gibt ne Schulung in der Praxis Traum.

Da geh ich mit, da muss ich hin
und sitz ich in der Schulung drin,
dann wird mir all das vorgetragen
womit mich andre Menschen plagen
und wie ich lös dann die wirren Knoten,
das wird mir hier frei Haus geboten.
Ich hör gut zu und bin dann schlau...
ja, so wird's geh'n - weiß ich genau.

Kaum angekommen in der Praxis Traum
werd gelotst ich zu dem Gruppenraum
Ich weiß - die Praxis heißt nicht Traum,
doch Spuren reimt sich nicht auf Raum...
Ein Schild hängt an der Tür heraus
"Ziehen sie die Schuhe bitte aus"
Die Röte steigt mir ins Gesicht
hab ich die Füße heute gewaschen oder nicht?
Was soll’s, ich bleibe lässig locker
auch wenn's den Nachbarn haut vom Hocker

Erwartungsvoll mit wachem Blick
lehn ich mich auf dem Stuhl zurück
Zwei Fachfrauen werden nun erzählen,
wo mir Erfahrungen noch fehlen.
Ich sitz am Stuhl und hör nur zu
ansonsten lässt man mich in Ruh.

Auf einmal, oh und welch ein Graus
das artet ja in Arbeit aus
anstatt uns alles zu erzählen
da tun sie uns mit Spielchen quälen
Statt zu vertreiben uns die Zeit
kommen sie daher mit Mitarbeit
Frau Greiner und Frau Meininger
so heißen sie, unsere Peiniger

Aus war's mit meinem schlauen Lenz
Ob ich die nächsten Treffen schwänz?
Schon geht's dann los mit ja und nein
Was sollen diese Kindereien?
Ich steh mit einer Dame da
sie sagt nur "nein" ich immer "ja"
das macht mich narrisch und verrückt
hätte ihr gern den Hals zugedrückt
ich schrei sie an, sie grinst nur frech
was soll's heut hab ich sichtlich Pech
wären in dem Raum nicht soviel Leut
dann hätte ich gründlich sie verbläut.
Doch dann schwillt mächtig mir die Düse
denn hinterher, bei der Analyse
das sagt doch jemand zu uns netten,
dass wir uns unkultiviert benommen hätten

Doch nicht genug von solchen Dramen
jetzt sollen wir lernen unsere Namen
Frau Greiner bringt uns für diesen Fall
nen stachligen Igel oder igligen Stachelball
den schmeißen wir rum ganz kreuz und quer
und sagen dabei die Namen einher.

Nun bin ich geladen, drum kommt's mir ganz recht
dass die Frau Meininger  jetzt möcht,
dass wir jetzt streiten ob schwarz oder weiß
ob der bessere Mensch ist a Bayer oder a Preiß
Doch anstatt richtig uns zu fetzen
tun's uns schon wieder Grenzen setzen.
Wir sollen, sagen sie unverhohlen
vom anderen alles wiederholen
der sagt: "ich will beim Camping feiern"
ich tu es dann wieder runterleiern
Da denk ich mir: Des isch a dicker Hund,
denn übern tun wir das a ganze Stund!

Anstatt fürs Geld auch was zu leisten,
tun unsere Psychologinnen sich erdreisten,
als wenn ich sonst keine Arbeit habe,
geben sie uns auch noch a Hausaufgabe
Soll ich den Kurs jetzt schnell abbrechen
oder lieber mal mit der Frau Keitel sprechen?
Ach, denk ich mir, macht's Sinn
und geh die Woche drauf dann wieder hin.

Natürlich, mit Drum rum Gehabe
wird abgefragt die Hausaufgabe
und als Herr B. in einem Nebenraum
zuerst ach je, da glaub Ichs kaum
und zweifle wieder, was ich hier mache
doch da kommt Herr B. sofort zu Sache,
er setzt sich in die Mitte
und hat an uns die große Bitte
wir sollen spüren ihn und fassen,
er würde es mit sich geschehen lassen

Da keimt in mir langsam auf ein Hoffen,
dass ich es gar nicht schlecht getroffen
denn wenn ich ganz verzückt rum bohr
in dem Herrn B.e.n.s linkem Ohr
so wird aus dem Seminar doch was
und macht auch langsam mächtig Spaß.

Frau B. die hat auch ne Idee
die höre ich mit Ach und Weh
denn ich mit meinem dicken Ranzen
soll's nächste Mal im Reigen tanzen
Geschmeidig wie zwei Bauerntrampeln
soll ich im Kreis rundumi hampeln.
Da pack ich ohne lang zu fragen
schon lieber Herrn B. an seinem Kragen
und schlepp ihn in den Raum, den zweiten
es braucht uns keiner zu begleiten
und wuschle ihm den Haaresschopf
d' Frau B. kriegt drauf nen dicken Kropf
Sie meint dass sich das so wohl nicht gehört
ich hätte mich da außerordentlich verhört
und hätte wohl Falsches interpretiert
was mir nun peinlichst deutlich wird
Tja, statt die Kommunikation zu wollen,
da hätten wir lieber reden sollen.

Schon naht die nächst dicke Sache,
denn jetzt, auf einmal kommt zur Sprache,
dass jeder ist ein andrer Wicht,
der eine schaut, der andere riecht
der dritte schmeckt der vierte fühlt
das hat mich doch stark aufgewühlt
denn wer ich bin kann ich nicht sagen
da muss ich tausendmal mich fragen
Seh ich in einem Topf - dem flachen
den knusprigen Braten mich anlachen
und steigt der Duft mir in mei Nees
dann bitt ich seid's mir net arg bös
Mal ich mir aus, wie er wird schmecken
und tu mir meine Lippen lecken
und fühle wie der Hunger zwickt
WER bin ich nun - das ist verrückt!

Oder um noch a Beispiel z'nennen
wie bitte soll ich mich je kennen
Riech ich den Braten und sehe rot
signalisiert mein G'fühl mir Not
Hör ich im Ohr Alarmsirenen klingen
dass mir hören und sehen vergingen
Wer bin ich dann, wer kann es sagen
...ich trau mich nicht danach zu fragen.

Nun hab Ichs gelernt ganz souverän
mit Nervensägen umzugeh'n
Sagt jemand; "Du mit Deinem depperten G'schau"
Dann sag ich lächelnd nur: "Genau
das bleibt auch so meine liebe Frau
darauf kriegst Du Brief und Siegel,
weil ich Dein G'sichtsausdruck in meinem spiegel"

Oder kommt jemand mit leidvollem Gesicht
und erzählt mir zum 627mal die gleiche Geschicht
So werd ich nicht mehr, wie früher so ganz wild
oh nein, ich schau fortan nur noch ganz mild
Wollen Sie die Geschichte als Referent zu Vortrage bringen
oder sollen wir sie gemeinsam singen?
Oder weil jeder hier genau kennt die Geschicht,
tun wir sie reimen als ein Gedicht?"

So bin ich stets der Herr der Lage
hab nie mehr wieder so a Plage!
Doch sollt ich damit nichts bezwecken,
so braucht mich das nicht weiter schrecken,
ich such, und sei's mit letzter Kraft
dem anderen sei positiv Botschaft
die nehme ich dann wie eine Waffe
und mein lieber gell damit verschaffe
ich mir meine Freiheit hier und heute
denn dieser Mensch ist  meine Beute
Er suhlt sich, sitzt gern drin in seinem Leid
doch nun ist Schluss und es ist an der Zeit,
dass ich dem Mensch die Stange halt,
denn mit seinem Leiden werd er nur alt,
wenn er es hegt und sehr gut pflegt,
net dass auf einmal von selbst vergeht,
drum geb ich ihm den guten Rat
was er ab heut zu lassen hat,
beugt er dem Leiden vor ganz forsch und keck,
dann ist's vielleicht für immer weg
und dann wär's ein für allemal vorbei
mit Klagen und mit Wehgeschrei....

D' Frau Meininger und die Frau Greiner
und die Erfahrung nimmt mir keiner,
haben gezeigt mit Hinterlist,
wie das Leben wirklich ist.
Anstelle, wie ich es unterstellt
uns schuften zu lassen für ihr Geld
ganz sanft uns die Erfahrung gelehrt
dass wer beim anderen richtig hört
der kann sich freundlich immer wehren
ohne den gleich ganz kahl zu scheren.

Sie haben uns Werkzeuge an die Hand gegeben
die reichen für ein langes Leben
mit Kompetenz, Sachverstand und viel Engagement
haben sie uns von alten Mustern getrennt
Uns gelernt, wie wichtig jeder für sich selber ist
dass keiner sein eigenes Potential vergisst
Kurz, uns für unser weiteres Leben
ne Menge mit auf den Weg gegeben
was ich meinte dass es wird ein Flop
war wirklich Klasse! Super! Top!

Drum sag ich danke, dass sie uns lehrten
uns ihre Erfahrungen nicht verwehrten
Ja, was und wie sie’s uns beigebracht,
das hat uns allen viel Spaß gemacht
Und doch das war es nicht allein
Sympathie und Achtung brachten sie mit ein
wenn ich geh, in meinem Seelenspeicher
bin ich um viele Schätze reicher
Spuren hinterlassen zu meinem Glück
da oben in meiner Denkfabrik
Herzlichen Dank noch einmal von uns Allen
es hat uns bei ihnen sehr gut gefallen!
Doch eines, ja das tut mich quälen,
Sie alle werden mir sehr fehlen
Doch die Erinnerung bleibt bei mir
und dafür dank ich allen hier

Balinger Sauen treiben

In Balingen, dort in der großen Sauen Wüste
Da hat die Manuela ein menschliches Gelüste
Der Geifer rinnt ihr übers Kinn,
kommt ihr ein Krustenbraten in den Sinn. 

Sie giert, rennt schnell zu dem Metzger Moll
Doch bei dem Metzger ist’s gerammelt voll.
Ganz ohne Braten, Schwein mit Kruste
Kommt heim sie, traurig, aus der Puste 

Am nächsten Tag, voll Gierelan,
denkt sie: „dann stell ich mich halt an“
doch an der Tür vom Metzgerladen,
ein Schild: „Weihnachten! wir tun heut baden“ 

Der Metzger zu, die Manuela sauer,
nimmt eine Mail als Klagemauer
schreibt dort ihrer Freundin Almut,
dass kein Krustenbraten munden tut.

Denn in Ermanglung einer Sau,
da kann nicht mal die tüchtige Frau
sich braten eine Kruste kross
in ihren Hals ist nur ein Ärgerklos  

Die Almut, immer sehr hilfsbereit,
denkt: „Balingen ist net so weit“
ich treib ne Sau sofort dorthin,
denn nur so macht der Braten Sinn 

Gesagt getan, die Sau getrieben
Geht los sie morgens um halb sieben
Und  wandert fröhlich und ganz munter
mitsamt Sau bis Neu-Ulm runter

In Neu-Ulm jedoch sie Hunger beult
Da hat sie schnell die Sau gekeult
Sie schneidet raus ne kleine Keule,
die Sau macht darauf ein Geheule 

Zuerst die Sau hüpft auf drei Bein
Dann so ab Ulm nur noch auf zwein
Erreicht Balingen mit Müh und Not,
die Almut lebt, die Sau war tot!

Die Sau, und das finde ganz enorm
Hat Balingen erreicht in zerfressner Form
Die Almut konnte diese Schmach fast nicht ertragen,
denn Manuelas Sau, die lag ihr schwer im Magen 

Statt ihr den Braten frisch zu bringen
Konnte sie nur noch ein Liedle singen
Von Völle im Bauch und zuviel Kruste
Und unsere Manuela wusste:

Es würde die Gier ihr weiter bleiben
Denn trotz dem großen Sauentreiben
Stand nur ein Rülpser in der Luft
und keine Spur von Krustenbratenduft 

Und die Moral von der Geschicht
Treib keine fremden Säue nicht
Und ist ne Freundin gut am Werk
Dann sorg für sehr viel Undermberg 

Alle Lachrechte allein bei Steffi Melakka hihihihi

 

Fröhliche Weihnachten 2005

Sie wohnen dort im Plattenbau
Des Kindle, a Mann und auch a Frau
Die Heizung ist schon abgestellt,
für Öl da haben sie kein Geld
Haben weder Esel, Ochs noch Tier
Um sie vor Frost zu schützen hier.
 

Sie schauen auf des große Getümmel
Des herrscht grad unterm Weihnachtshimmel
Die Gabentische, groß, breit und schwer
Denn wo viel ist, wollen die Leut noch mehr
Der Strom wird auch noch abgestellt,
heut in der Weihnachtswunderwelt.
 

Die Politiker, mit fettem Lohn,
die reiben sich die Bäuche schon              
denn unterm Gabentische wartet
ein Beratervertrag der Januar startet
Harz IV, des haben wir toll gemacht
Des hat uns auch noch Prämie bracht 

Wir führen uns auf wie große Würger
Und rauben aus heut unsere Bürger
Damit wir in Diäten baden
so leben wir wie dicke Maden
im Speck den Kind, Mann, Frau verlieren
wenn sie im Plattenbau heut frieren

Des Christkind schaut hin nach Berlin
Und sieht Moral und Achtung fliehn
Folter – an Menschen, ist uns heut scheißegal
Bräuchte nur zu reden, dann hätte er keine Qual
Wir wollen heut nur die Neugier uns stillen
Uns doch egal wer die am Ende wird killen 

Und denkt das wende ich gleich an

Und hat sei Frau brutal erschlagen
Sagt dazu nur: wollt sie was fragen
Wie der BND diese Moslemkrieger
Und vor Gericht da ward er Sieger
 

Des Christkind sieht die stille Zeit
Voll Hektik und Betriebsamkeit
Voll Weihnachtsfeiern mit viel saufen
Voll Leuten die um Geschenke raufen
Voll Eltern welche Kinder hauen
Und in den Kirchen harmlos schauen

 

Es sieht wie in der heiligen Nacht
Des Jahr voll Zorn wird vollgemacht
Intrigen, Streit und böse Worte
dazu gibt’s dann die Weihnachtstorte
Den Bauch voll Gans, a dicke fette
Geht’s ab in’d Kirch zur Weihnachtsmette


Süßer die Glocken nie klingen
Tun sie dann im Chor noch singen
Begrüßen das Christkind auf der Welt
Derweil haben’s dem den Strom abgestellt
Gesungen wird noch von der stillen Nacht
Das Christkind im Plattenbau strahlt und lacht
Denn dort seine Eltern ihn lieben und achten
Arme Leut ha’m a G’spür für den Sinn von Weihnachten 

Des Christkind geborgen im Plattenbau
Mit liebenden Eltern, das merkt man genau
Die es achten und ehren und schenken ihm Zeit
So wird es wohl bleiben in Ewigkeit
Denn um zu lieben, da braucht es kein Geld
Das ist wohl das tröstlichste auf unserer Welt

Und hätten wir kein Menschenrecht
Dann ging es allen Menschen schlecht
Drum Christkind zeigt uns durch sein Kommen
Es hat uns des Böse (noch) nicht übel genommen
Dass in Zukunft, auf den Nächsten wir besser sollen achten
Und nicht nur durchs Kirchgehen und spenden Weihnachten

 

 

 

 

 

 

 

                                                                   

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 25.02.2006